Ludwig Hölty

Porträtmedaillon am Neuen Rathaus Hannover

Ludwig Christoph Heinrich Hölty wurde am 21.12.1748 in Mariensee als Sohn des Predigers Phillip Ernst Hölty geboren. Er war ein volkstümlicher Dichter im Umfeld des Hainbunds.

Hölty studierte ab 1769 in Göttingen Theologie und Sprachen. Als Bewunderer Klopstocks schloss er sich dem Göttinger Hainbund an. Seine Lyrik wurde von Klopstocks Freiheitslyrik sowie vom elegischen Ton englischer Dichter beeinflusst – Hölty hatte unter anderem Shaftesbury übersetzt. Seine beiden letzten Lebensjahre waren von seiner Schwindsucht-Erkrankung überschattet, an der er im Alter von erst 27 Jahren am  1.9.1776 verstarb.
Eines seiner bekanntesten Gedichte ist „Üb' immer Treu' und Redlichkeit bis an dein kühles Grab“ , das von Wolfgang Amadeus Mozart auf die Melodie „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus der Oper „Die Zauberflöte“ mit geringfügiger Abwandlung in Töne gesetzt wurde. Bekannt ist auch die Mozart-Vertonung des Gedichtes „Traumbild“. Weitere seiner Gedichte wurden unter anderen von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Christoph Friedrich Bach, Franz Schubert, Johannes Brahms, Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy vertont.

Werke u.a.:

1783  Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß. Hamburg: Bohn.
1914  Curt Wilhelm Michael (Hrsg.): Ludwig Christoph Heinrich Hölty's Sämtliche Werke Band 1
1918  Curt Wilhelm Michael (Hrsg.): Ludwig Christoph Heinrich Hölty's Sämtliche Werke Band 2
1938  Gedichte Mit einem Nachwort von Walther Lampe
1998  Gesammelte Werke und Briefe. Herausgegeben von Walter Hettche.
2010  Sämtliche Gedichte.